HC Flawil Herren 1 Rückblick Saison 2025/2026

Mit einem erneut verjüngten Team starteten wir bereits im Mai in die Vorbereitung, notabene für die 4. Saison «en suite» in der 1. Liga, der 3. höchsten Liga im nationalen Handball. Es war, um dies bereits vorneweg zunehmen, eine äusserst schwierige Vorbereitung, gespickt mit unterschiedlichsten Absenz-Gründen. Entsprechend war es teilweise schwierig, einen geregelten und zielführenden Trainingsbetrieb zu gestalten. Wie immer gibt es aber auch hier die «Dauerbrenner» welche immer anwesend waren. Chapeau! Mit lediglich zwei Halleneinheiten und zusätzlich «freiwilligem» Krafttraining, musste vieles in diese verfügbaren Einheiten gepackt, trainiert, einstudiert und möglichst implementiert werden. Mit dem Abschluss der «Intensiv-Woche» und dem Trainingsspiel gegen den TV Herisau, ging eine lange Vorbereitungsphase zu Ende. Dies bedeutete, die Punktejagd ging wieder los, mit dem klaren Ziel: Ligaerhalt! Trotzdem war man sich bewusst, dass auch mehr möglich sein könnte, wenn man das Potential bedingungslos abrufen kann.

Die 1. Saisonhälfte bis Dezember war dann jedoch ein Wellenbad der Gefühle. Viele «ups and downs» mussten bewältigt und teilweise ertragen werden. Hervorzuheben gilt es die hervorragende Leistung im Schweizer Cup gegen Handball Emmen, den NLB-Dominator der vergangenen Saison. Die Partie im Botsberg endete mit dem beachtlichen Resultat von 28:37 zugunsten des klaren Favoriten. Sehr erfreulich war dann auch die Rückkehr der langzeitrekonvaleszenten Spielern Manuel und Andrin, welche sich durch die harte und lange Reha gebissen hatten und endlich wieder mittun konnten.
Der eigentliche Saisonhöhepunkt erlebte das junge Team bereits am 25. Oktober – den Auswärtssieg beim Absteiger und erneuten NLB Aufstiegsaspiranten Nr.1 dem HC Arbon. Ein handballerisches Erdbeben, welches weit über die Kantonsgrenzen Aufmerksamkeit erreichte. Was für ein Wahnsinns-Team war denn da am Werk!

Weitere Dauerabsenzen und leider auch Verletzungen in Saisonhälfte II reduzierte das Kader erneut und grenzte somit auch mögliche taktische Optionen zusätzlich ein. So dramatisch dies tönt war es jedoch nicht. Denn die Spieler welche verfügbar waren, spielten phasenweise hervorragenden und begeisternden Handball. Beispiel gefällig? Das Auswärtsspiel in Uster mit dem Auswärtssieg 25:35(!). Leider konnte die junge Truppe ihr Potential nicht immer auf die Platte bringen. Geschuldet möglicherweise aufgrund des tiefen Altersdurchschnittes, aber wohl auch aufgrund der Quantität der Trainingseinheiten, welche wir vollzählig absolvieren konnten. Leider liess man immer wieder wichtige Punkte liegen, welche vermeintlich auf dem sogenannten Silbertablett präsentiert lagen. Gepaart mit zunehmend aufkommendem Nervenflattern – denn auch gegen vermeintliche Teams auf Augenhöhe liess man nun immer wieder Punkte liegen.  Die logische Konsequenz, der Weg zum möglichen Ligaerhalt führte über die Barrage.

Dort galt es sich mit der SG Wacker Thun 2/ Steffisburg zu messen. Teams aus der Ferne bedeutet auch immer wieder eine Prise Ungewissheit. Was würde wohl auf uns zukommen?!
Das Auswärtsspiel in Thun, notabene am Mittwochabend, war von A-Z perfekt. Nach nervösem Start erspielte man sich im Spiel 1 einen komfortablen Vorsprung, dessen Resultat im vornherein wohl jeder so unterschrieben hätte. Zu erwähnen gilt es auch das «Kurz-Comeback» von Lukas Buff nach zwei Jahren Abwesenheit! Was er in den wenigen Trainings und auch an den Spielen zeigte, war unglaublich: Mentalitätsmonster, Tiger, Maschine – einfach ohne Worte!
Zudem hatte man das Gefühl, dass die An- und Rückreise mit dem Car das junge Team zusätzlich zusammenschweisste. Sicherlich konnte mit dem deutlichen Auswärtssieg auch einiges an Druck reduziert werden. Das Rückspiel mit der eher ungewöhnlichen Anspielzeit zur Mitte des Tages konnten wir ebenfalls für uns entscheiden, was uns letztlich verdientermassen den Ligaerhalt sicherte.

Nebst den Verabschiedungen von Janik, Rony, Simi und Damian, war es auch für Sascha und mich das letzte Spiel und löste viele Emotionen aus. Dass wir mit diesem unglaublichen Team diesen Weg haben gehen und erleben dürfen, erfüllt mich mit Stolz. Danke Jungs – und weiterhin viele Erfolge!

Roman

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